Das branchen-wiki
wissen von a-z

Skype-Casting

Mit dem Instant-Messaging-Dienst Skype ist es möglich, Castings praktisch direkt vom Wohnzimmer aus zu absolvieren. Skype wird zunehmend auch von Casting-Unternehmen genutzt und bietet Casting-Teilnehmern so völlig neue Möglichkeiten. Vor allem im amerikanischen Raum sind sogenannte Skype-Castings dabei, sich zu etablieren.

Ein Skype-Casting bietet einen unkomplizierten Ablauf. Der Teilnehmer wählt sich einfach per Skype ein (der Dienst steht kostenlos zur Verfügung) und nutzt seine Webcam als Aufnahmegerät. Ein Skype-Casting läuft in Echtzeit ab, es ist also live, genauso, wie ein persönliches Vorsprechen oder Schaulaufen. Man hat also auch hier nur den berühmten “one take”, um sich seinem Gegenüber im besten Licht zu präsentieren.

Der große Vorteil eines Skype-Castings ist dabei, dass es vollkommen ortsunabhängig durchgeführt werden kann. Es ist praktisch möglich, an internationalen Castings weltweit teilzunehmen, und das ganz einfach von zuhause aus. Lange Anfahrtswege und teils hohe Reisekosten entfallen dadurch. Für Künstler und Models ergeben sich dadurch wesentlich mehr Chancen, das Sie mittels Skype an einer größeren Anzahl an Castings teilnehmen können. Wenn ein Casting von Angesicht zu Angesicht aus Entfernungsgründen nicht möglich sein sollte, bietet ein Skype-Casting eine durchaus attraktive Alternative, die dem persönlichen Casting am nächsten kommt. Beide Seiten können miteinander kommunizieren und der Casting-Teilnehmer kann direkt auf Vorgaben und Wünsche des Gegenübers eingehen.

Auch wenn ein Skype-Casting eine vergleichsweise unkomplizierte Möglichkeit darstellt, an einem Casting teilzunehmen, sollten dennoch einige Punkte beachtet werden. So sollte für eine ausreichende Beleuchtung gesorgt werden, die den Casting-Teilnehmer sprichwörtlich ins rechte Licht rückt. Schattenwurf sollte möglichst vermieden werden, eine neutrale Umgebung ist empfehlenswert. Unter Umständen liegen seitens der Casting-Agentur Informationen zum Setting des Castings vor, das von dem jeweiligen Projekt abhängen kann, für das vorgesprochen wird. Es empfiehlt sich zudem, im Vorfeld schon einen Testlauf durchzuführen, um auch die Soundqualität der Aufnahme zu überprüfen. Hintergrundgeräusche, etwa durch Straßenlärm oder Bauarbeiten, sollten vermieden werden, das gilt insbesondere, wenn es sich um Gesangs-Castings oder Vorsprechen via Skype handelt, da die Geräusche für den Zuschauer ablenkend wirken können und die Soundqualität beeinträchtigen.

Wichtig ist zudem, auch ein Skype-Casting mit der nötigen Energie anzugehen. Dies wird von Teilnehmern immer wieder unterschätzt, da sie ihrem Gegenüber nicht persönlich gegenübersitzen. Wer sich zurückhaltender oder mit weniger Energie beim Skype-Casting präsentiert, beeinflusst dadurch auch sein Vorsprechen bzw. Casting.

Oftmals wird auch von dem Casting-Teilnehmer verlangt, dass dieser seine Seite des Skype-Castings aufnimmt und dann der Casting-Agentur einen Link für die Aufnahme zukommen lässt. Der Link wird dann in das Casting-System übernommen. So stehen die Informationen des Teilnehmers bei Bedarf jederzeit zur Verfügung. Für den Teilnehmer selbst kann es sinnvoll sein, sich die Skype-Casting-Aufnahmen noch einmal anzuschauen, um eventuelles Verbesserungspotential beim Skype-Casting zu erkennen.

Bei einem Skype-Casting sollte auch die Garderobe gut durchdacht gewählt werden und wie diese über den Bildschirm wirkt. Schließlich zählt hier einmal mehr der erste Eindruck. Praktisch ist diesbezüglich, dass man selbst Kontrolle darüber hat, wie man sich besonders vorteilhaft präsentieren und positionieren kann. Auch hier lohnt sich wieder ein Testlauf für das Skype-Casting im Vorfeld, um die eigen Wirkung über den Computerbildschirm auszutesten. Casting-Teilnehmer sollten sich bei einem Skype-Casting stets bewusst machen, dass sie bei einem Live-Casting wie bei Skype nicht die Möglichkeit haben, Aufnahmen zu wiederholen. Vorbereitung ist daher alles.

Related Einträge