Das branchen-wiki
wissen von a-z

Dresscode

Ein Dresscode ist eine Vorgabe oder Empfehlung dazu, welche Kleidung bei einem bestimmten Anlass getragen werden soll. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Kleiderordnung“.

Dresscodes begegnen uns bei geschäftlichen Terminen, Veranstaltungen, Hochzeiten und Empfängen. Auch bei Castings, Fotoshootings, Werbedrehs und Filmproduktionen werden häufig konkrete Vorgaben zur Kleidung gemacht. Sie sorgen dafür, dass das Erscheinungsbild der beteiligten Personen zum Anlass, zur Marke oder zur dargestellten Szene passt.

Ein Dresscode kann sehr allgemein formuliert sein – beispielsweise „Business Casual“ – oder genaue Angaben zu Farben, Kleidungsstücken, Schuhen und Accessoires enthalten.

Warum gibt es Dresscodes?

Kleidung beeinflusst, wie eine Person wahrgenommen wird. Sie kann Professionalität, Eleganz, Sportlichkeit, Alltagstauglichkeit oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe vermitteln.

Bei Veranstaltungen unterstützt ein Dresscode den gewünschten Rahmen. In der Werbung und bei Medienproduktionen ist Kleidung zusätzlich ein gestalterisches Element. Sie hilft dabei, eine Rolle, Zielgruppe oder Markenwelt glaubwürdig darzustellen.

Ein Dresscode schränkt daher nicht immer nur ein. Er gibt den Beteiligten auch Orientierung und verhindert, dass Kleidung gewählt wird, die nicht zum Anlass oder zum visuellen Konzept passt.

Welche Dresscodes gibt es?

Die genaue Bedeutung kann je nach Unternehmen, Veranstaltung oder Land variieren. Zu den bekanntesten Dresscodes gehören:

Casual: Bequeme und gepflegte Freizeitkleidung. Jeans, Shirts, Pullover und Sneaker sind häufig möglich.

Smart Casual: Eine stilvolle Verbindung aus Freizeit- und Businesskleidung. Typisch sind beispielsweise Stoffhosen, Hemden, Blusen, gepflegte Jeans, Kleider oder Blazer.

Business Casual: Professionelle Kleidung, die weniger formell als ein klassischer Geschäftsanzug ist. Jeans und auffällige Freizeitkleidung sind je nach Unternehmen möglicherweise nicht erwünscht.

Business Formal: Förmliche Geschäftskleidung wie Anzug, Kostüm, Hosenanzug oder ein zurückhaltendes Businesskleid.

Cocktail: Elegante Kleidung für festliche Veranstaltungen. Dazu gehören beispielsweise ein Cocktailkleid oder ein dunkler Anzug.

Black Tie: Sehr festliche Abendgarderobe. Erwartet werden üblicherweise Smoking und Fliege beziehungsweise ein langes oder besonders elegantes Abendkleid.

White Tie: Die förmlichste klassische Kleiderordnung. Sie sieht traditionell Frack und weiße Fliege beziehungsweise eine bodenlange Abendrobe vor.

Da Begriffe unterschiedlich interpretiert werden können, sollte bei Unsicherheit immer beim Veranstalter oder Auftraggeber nachgefragt werden.

Was bedeutet Dresscode im Briefing eines Shootings?

Bei einem Fotoshooting oder Werbedreh ist der Dresscode häufig Bestandteil des Briefings. Er beschreibt, welchen Look die Models, Darsteller oder weiteren Mitwirkenden vor der Kamera verkörpern sollen.

Das Briefing kann beispielsweise folgende Angaben enthalten:

* gewünschter Kleidungsstil

* bestimmte Farben oder Farbfamilien

* Kleidung ohne sichtbare Markenlogos

* erlaubte beziehungsweise unerwünschte Muster

* Vorgaben zu Schuhen und Accessoires

* saisonale Kleidung

* mehrere mitzubringende Outfitvarianten

* Hinweise zu Haaren, Make-up und Styling

Bezeichnungen wie „Business“, „sportlich“, „elegant“, „urban“, „sommerlich“ oder „authentischer Alltagslook“ sollten möglichst genau beschrieben werden. Je konkreter das Briefing ist, desto leichter können sich die gebuchten Personen auf die Produktion vorbereiten.

Warum sind Farben, Muster und Logos beim Dreh wichtig?

Kleidung muss nicht nur zur Rolle passen, sondern auch vor der Kamera funktionieren. Sehr kleine oder kontrastreiche Muster können auf Aufnahmen störende Bildeffekte erzeugen. Stark reflektierende Materialien sind abhängig von der Beleuchtung ebenfalls problematisch.

Sichtbare Markenlogos werden häufig ausgeschlossen, wenn sie nicht ausdrücklich Teil der Produktion sind. Auch die Hintergrundfarbe und das Szenenbild spielen eine Rolle: Ein grünes Oberteil kann beispielsweise bei Aufnahmen vor einem Greenscreen ungeeignet sein.

Wenn keine vollständige Ausstattung durch Produktion oder Styling gestellt wird, empfiehlt es sich häufig, mehrere abgestimmte Kleidungsoptionen mitzubringen. Welche Outfits tatsächlich verwendet werden, entscheidet das Produktionsteam vor Ort.

Dresscode beim Casting

Auch bei einem Casting kann die Kleidung die Wirkung einer Bewerbung beeinflussen. Das Outfit sollte zur ausgeschriebenen Rolle passen, ohne wie eine vollständige Kostümierung zu wirken.

Für ein Business-Casting kann beispielsweise ein gepflegter geschäftlicher Look sinnvoll sein. Bei einer sportlichen Rolle eignen sich authentische Sportkleidung und passende Schuhe. Werden Eltern, Handwerker, medizinisches Personal oder andere Charaktere gesucht, sollte die Kleidung den Typ unterstützen, aber nicht übertrieben inszeniert wirken.

Enthält die Casting-Einladung konkrete Vorgaben, sollten diese genau beachtet werden. Das gilt ebenso für E-Castings und Self-Tapes.

Dresscode für Komparsen und Darsteller

Komparsen bringen ihre Kleidung für einen Dreh häufig selbst mit. Die Produktion kann dafür konkrete Looks vorgeben – beispielsweise Businessgäste, Restaurantbesucher, Passanten, Konzertpublikum oder festliche Hochzeitsgäste.

Besonders bei historischen Produktionen, wiederkehrenden Szenen oder markenbezogenen Werbedrehs kann die Garderobe vollständig von der Kostümabteilung gestellt beziehungsweise vorab bei einem Fitting angepasst werden.

Während zusammenhängender Aufnahmen muss das Outfit unverändert bleiben. Diese sogenannte Anschluss- oder Kostümkontinuität sorgt dafür, dass Kleidung, Accessoires und Styling in allen Einstellungen übereinstimmen.

Dresscode für Hostessen und Eventpersonal

Bei Messen, Firmenveranstaltungen und Promotionaktionen gehört ein einheitlicher Dresscode häufig zum Auftritt einer Marke. Businesskleidung, bestimmte Farben oder gebrandete Oberteile sorgen für einen professionellen und wiedererkennbaren Gesamtauftritt.

Der Auftraggeber sollte vorab mitteilen, welche Kleidung gestellt wird und welche Bestandteile das Personal selbst mitbringen muss. Auch Angaben zu Schuhen, Strumpfhosen, Schmuck, Frisur oder sichtbaren Tattoos können Teil des Briefings sein.

Entscheidend ist, dass die Vorgaben eindeutig, angemessen und für den vorgesehenen Einsatz praktikabel sind.

Was tun, wenn der Dresscode unklar ist?

Bei unklaren Formulierungen sollte rechtzeitig nachgefragt werden. Hilfreich sind Beispielfotos, Moodboards oder konkrete Angaben zu gewünschten und unerwünschten Kleidungsstücken.

Wer mehrere Outfitoptionen mitbringen soll, kann die Auswahl vorab fotografieren und mit der Produktion abstimmen. So lassen sich Missverständnisse vermeiden und der endgültige Look kann bereits vor dem Einsatz vorbereitet werden.

→ Für Messen, Veranstaltungen und Unternehmensauftritte vermittelt FAMEONME passend ausgewählte Business Hostessen und Messehostessen.

Ähnliche Einträge