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Warmupper

Warmupper ist kein Ausbildungsberuf, sondern ein „Learning by Doing“-Job, der sich aus den alltäglichen Arbeitsabläufen in Fernseh-Studios herausgebildet hat.

Der Begriff „Warm-Up“ kommt aus der englischen Sprache, wo er so viel wie „warm werden“ oder „warm laufen“ bedeutet. Bekannt ist der Warmupper vor allem aus im TV-Bereich, wo er vor dem Start einer Fernsehsendung oder dem Beginn einer Fernsehaufzeichnung zur Einstimmung des Studiopublikums eingesetzt wird.

Warm-Up, sich aufwärmen oder warmlaufenlassen, kann aber auch den Sportwettbewerb entscheiden, vor dem Start der Formel 1-Rallye die Leistungsgrenze des Motors erweitern und Sänger vor schrägen Tönen und überstrapazierten Stimmbändern bewahren. Denn Warm-Up ist nicht nur vor einer TV-Show wichtig, sondern es geht einfach darum, Menschen auf eine aktive, aber entspannte Rolle in einem Event vorzubereiten und ihnen die Scheu vor möglicher Interaktion mit den Stars der jeweiligen Branche zu nehmen.

Gute Vorbereitung ist eine kluge und zielführende Idee für den erfolgreichen Ablauf eines jeglichen Unternehmens; je weniger Zeit für diese Vorbereitung zur Verfügung steht, desto schwieriger wird es. Studiopublikum muss in sehr kurzer Zeit auf die unmittelbar bevorstehende Sendung vorbereitet werden; und es kommt häufig in einer Verfassung ins Studio, die einer begeisternden Show nicht wirklich gut tut: Aufgeregt und vielleicht auch voller Ehrfurcht, auf Sitz von Frisur und Kleidung und gute Wirkung bedacht und deshalb ziemlich verkrampft …

Lange Zeit mit einem Glas Sekt erledigt oder unter „Wer macht mal schnell das Warm-Up?“ abgehandelt, hat sich die Tätigkeit des Warmuppers inzwischen zu einem eigenständigen Beruf entwickelt. In der Anfangszeit unterhielten sich die Warmupper einfach nur nett mit dem Studiopublikum, solche Warmupper werden zum Teil auch heute noch beschäftigt. Die Stars der Branche“ haben jedoch mannigfaltige Fähigkeiten, die sie mit großem Nutzen für die nachfolgende Sendung einsetzen:

Der beliebte und gut gebuchte Warmupper René Travnicek verfügt über viel Showtalent und Witz; hat Moderation und Stepptanz gelernt und sich selbst flüssiges, ausdrucksstarkes Rappen beigebracht, Schulungen in Rhetorik und professionelles Sprechtraining hinter sich. Travnicek stimmt die Zuschauer mit einem selbst entwickelten Vorprogramm auf die eigentliche Show ein, mitreißend und genau zur Show passend.

Auch Christian Oberfuchshuber, einer der gefragtesten Warmupper in Deutschland, und Marco Laufenberg dürften regelmäßigen Besuchern von TV-Aufzeichnungen mehr als vertraute Gesichter geworden sein.

Bis dahin zu kommen, erfordert jede Menge Eigeninitiative, viele (häufig schlecht bezahlte) Praktika bei Fernsehsendern und viel Ausdauer – bis Kontakte zu mehreren TV-Produktionsfirmen eine Beschäftigung sichern, die die Lebensgrundlage absichern kann. Unsicher bleibt der Job trotzdem, weshalb nur die wenigsten Warmupper planen, im Warm-Up ihre berufliche Erfüllung zu finden.

Warm-Ups werden inzwischen auch auf Firmen-Meetings, Teambuildung-Events und Karnevalssitzungen durchgeführt. Der Beruf des Warmupper hat also Entwicklungschancen, sicher auch bis in Fitness-Studios, Vereine und den Party-Event-Bereich hinein.

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