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Laufsteg

Ein Laufsteg ist ein längliches Bühnenpodest, auf dem Models während einer Modenschau Kleidungsstücke und Accessoires präsentieren. In der Regel finden diese Modenschauen vor Publikum statt, beispielsweise bei internationalen Fashion Weeks. Der Laufsteg dient dabei vor allem Modeschöpfern, um ihre neuen Kollektionen der Presse, der Öffentlichkeit und Brancheninsidern zu präsentieren. Solche Modeschauen sind oft als großes Event aufgebaut, bei dem Licht, Musik und Bühnengestaltung auf die präsentierte Mode abgestimmt sind.

Der Laufsteg ist leicht erhöht und von keinem Geländer eingefasst. Durch diese erhabene Position und das Vorbeilaufen der Models ist es den Zuschauern möglich, die präsentierte Mode von allen Seiten zu betrachten. Ein Laufsteg kann verschiedene Formen haben. Auf manchen laufen die Models in einer geraden Linie auf und ab, es gibt aber auch Konstruktionen auf denen sie im Kreis, zickzack oder parallel zueinander laufen. In der Regel befindet sich ein Laufsteg im Inneren eines Gebäudes, um die Mode vor Wind und Regen zu schützen. Bei manchen Veranstaltungen wird der Laufsteg aber auch im Freien aufgebaut.

Andere Begriffe für den Laufsteg sind Catwalk oder Runway. Der Begriff Catwalk bezieht sich auf die elegante Fortbewegung der Models, die an geschmeidig dahinspazierende Katzen erinnert.

Die Präsentation auf dem Laufsteg bringt allen Beteiligten einen Vorteil. Der Modedesigner erhält die Möglichkeit, seine Kollektion bestmöglich dem Publikum zu zeigen und ebenso bekommt die Presse einen exklusiven Einblick in die neuesten Trends.

Bei Models ist die Arbeit auf dem Laufsteg besonders beliebt, da sie mit viel Prestige verbunden ist. Zusätzlich lassen sich auf diesen Veranstaltungen leicht neue Kontakte in der Modebranche knüpfen. Die erste und die letzte Position in der Reihenfolge der Models sind dabei besonders begehrt, da sie auch meist mit einer größeren Show und mehr Aufmerksamkeit verknüpft sind.

Während einer Modenschau laufen mehrere Models hintereinander über den Laufsteg. Jedes bekommt dabei genügend Zeit alleine auf dem Laufsteg, um das jeweilige Outfit ausreichend zu präsentieren. Danach verlässt es die Bühne und zieht sich um, um später andere Kleidungsstücke vorzuführen. Am Ende einer Modenschau hat sich die Tradition durchgesetzt, dass alle Models noch einmal gleichzeitig den Laufsteg betreten und der Designer sich in ihrer Mitte zum Publikum verbeugt.

Je nach Modestil und Veranstaltung gibt es verschiedene Laufstile, um die Mode perfekt in Szene zu setzen. Prêt-à-porter ist ein eher natürlicher Walk, der ohne Posing auskommt und mit neutraler Mimik vorgeführt wird. Dieser Walk eignet sich für klassische Mode, die alltagstauglich ist. Bei Haute Couture wird exzentrische, im Alltag nicht tragbare Mode mit dramatischen Schritten, hoher Körperspannung und extremen Posen präsentiert. Der sportliche Walk setzt auf körperbetonte Bewegungen und dient vor allem dazu, Unterwäsche zu präsentieren.

Es ist Aufgabe eines Models, all diese Techniken für seine Karriere auf dem Laufsteg perfekt zu beherrschen. Körperbeherrschung und Mimik sind genauso wichtig wie der Gang auf besonders hohen High Heels.

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