Androgyne Models
Androgyne Models sind Models, deren äußere Wirkung traditionell männlich und weiblich gelesene Merkmale miteinander verbindet. Der Begriff kann sich auf Gesichtszüge, Körperbau, Frisur, Kleidung, Styling oder die gesamte Bildsprache beziehen.
Androgynität beschreibt zunächst das Erscheinungsbild beziehungsweise die Wirkung einer Person. Sie sagt nichts darüber aus, welchem Geschlecht sich ein Model zugehörig fühlt oder welche sexuelle Orientierung es hat.
Androgyne Models werden besonders häufig für Fashion, Beauty, Editorials und moderne Werbekampagnen gebucht. Ihr Look kann unterschiedliche Stilrichtungen glaubwürdig verkörpern und klassische Geschlechterdarstellungen bewusst erweitern.
Was bedeutet androgyn?
Das Wort „androgyn“ bezeichnet eine Erscheinung, die nicht eindeutig traditionellen Vorstellungen von männlich oder weiblich zugeordnet wird. Dabei gibt es keine festen Merkmale, die ein Model erfüllen muss.
Eine androgyne Wirkung kann beispielsweise entstehen durch:
* markante oder zugleich weiche Gesichtszüge
* eine geschlechtsneutral wirkende Frisur
* reduziertes oder wandelbares Styling
* einen schmalen oder geradlinigen Körperbau
* Unisex-Mode
* eine vielseitige Mimik und Körpersprache
* bewusstes Spiel mit männlich und weiblich gelesenen Elementen
Ob eine Person androgyn wirkt, hängt auch von Styling, Kleidung, Make-up, Licht und Inszenierung ab. Dasselbe Model kann in einer Produktion sehr androgyn und in einer anderen deutlich weiblich oder männlich inszeniert werden.
Wo werden androgyne Models eingesetzt?
Androgyne Models sind besonders gefragt, wenn Marken mit traditionellen Geschlechterbildern brechen oder eine offene, moderne und vielseitige Bildsprache entwickeln möchten.
Typische Einsatzbereiche sind:
* Fashion- und Designerkampagnen
* Unisex- und genderneutrale Mode
* Beauty- und Kosmetikproduktionen
* Magazine und Editorials
* Laufsteg und Modenschauen
* Schmuck- und Accessoirekampagnen
* Lifestyle- und Imagewerbung
* Social-Media-Kampagnen
* Musikvideos und Kunstprojekte
* E-Commerce und digitale Lookbooks
Auch bei Produktionen, die verschiedene Looks mit derselben Person umsetzen möchten, kann ein wandelbares androgynes Model besonders interessant sein.
Unterschied zwischen androgynen und non-binären Models
Androgyn und non-binär beschreiben nicht dasselbe.
Androgyn bezieht sich auf die äußere Wirkung, das Styling oder die Inszenierung einer Person. Ein androgynes Model kann sich als Frau, Mann, non-binär oder auf andere Weise identifizieren.
Non-binär bezeichnet dagegen eine Geschlechtsidentität, die nicht ausschließlich den Kategorien männlich oder weiblich entspricht. Non-binäre Models müssen nicht androgyn aussehen. Sie können sich feminin, maskulin, androgyn oder vollkommen unabhängig von solchen Zuordnungen präsentieren.
Vom Erscheinungsbild eines Models darf deshalb nicht auf dessen Geschlechtsidentität geschlossen werden.
Unterschied zwischen androgynen und transgender Models
Auch die Begriffe androgyn und transgender sind voneinander zu unterscheiden.
Ein Transgender Model identifiziert sich nicht oder nicht vollständig mit dem Geschlecht, das ihm bei der Geburt zugewiesen wurde. Dabei geht es um die Geschlechtsidentität und nicht um einen bestimmten Look.
Transgender Models können feminin, maskulin oder androgyn wirken. Gleichzeitig können cisgeschlechtliche Models einen androgynen Look haben. Androgynität ist somit weder eine eigene Geschlechtsidentität noch ein Hinweis darauf, dass eine Person transgender ist.
Sind androgyne Models ein eigener Modeltyp?
Der Begriff beschreibt weniger eine klar abgegrenzte Berufsgruppe als einen bestimmten Look beziehungsweise eine besondere Wandelbarkeit. Androgyne Models können gleichzeitig als Fashion Models, Commercial Models, Beauty Models oder People Models arbeiten.
In einer Modelkartei kann „androgyn“ als Merkmal oder Suchkriterium verwendet werden. Dadurch lassen sich Models finden, die für genderneutrale, progressive oder visuell außergewöhnliche Kampagnen infrage kommen.
Ob ein androgynes Model für einen Auftrag geeignet ist, hängt nicht allein vom Aussehen ab. Ebenso wichtig sind Erfahrung, Kamerapräsenz, Posing, Ausdruck und die Fähigkeit, das kreative Konzept glaubwürdig umzusetzen.
Welche Anforderungen gelten für androgyne Models?
Es gibt keine einheitlichen Maße oder körperlichen Voraussetzungen. Die Anforderungen richten sich nach dem jeweiligen Auftrag und unterscheiden sich zwischen Fashion, Werbung, Beauty und Bewegtbild.
Gefragt sein können:
* ein markanter und wandelbarer Look
* sicheres Posing
* gutes Körpergefühl
* ausdrucksstarke Mimik
* Offenheit für unterschiedliche Stylings
* professionelle Zusammenarbeit mit Styling und Make-up
* Erfahrung vor der Kamera
* Zuverlässigkeit und schnelle Umsetzung von Anweisungen
Bei Fashion- und Laufstegproduktionen können bestimmte Größen oder Maße gefragt sein. Für Werbung, Beauty, Social Media und People-Kampagnen sind die Anforderungen häufig offener.
Androgyne Models in Fashion und Werbung
Androgyne Ästhetik ist in Mode und Fotografie seit Langem präsent. Sie ermöglicht es Designern, Fotografen und Marken, mit Erwartungen zu spielen und Kleidung unabhängig von klassischen Geschlechtergrenzen zu inszenieren.
In der Werbung können androgyne Models außerdem für Offenheit, Individualität und Diversität stehen. Entscheidend ist, dass die Besetzung nicht lediglich als oberflächliches Symbol eingesetzt wird, sondern glaubwürdig zum Produkt und zur Markenkommunikation passt.
Androgynität sollte dabei nicht automatisch mit einer bestimmten Persönlichkeit, Lebensweise oder Identität verbunden werden. Das Model wird für seine visuelle Wirkung und Eignung für das kreative Konzept gebucht.
Worauf sollte beim Casting geachtet werden?
Ein professionelles Casting sollte genau beschreiben, welche Bildsprache, Kleidung und Wirkung gesucht werden. Die pauschale Formulierung „androgynes Model“ allein reicht häufig nicht aus, da der Begriff unterschiedlich interpretiert werden kann.
Hilfreich sind Angaben zu:
* gewünschtem Styling
* Alter beziehungsweise Spielalter
* Art der Produktion
* Kleidung und Produktwelt
* gewünschter Ausstrahlung
* Verwendung der Aufnahmen
* Vorgaben zu Haaren oder Make-up
* besonderen Anforderungen an Bewegung und Posing
Geschlechtsidentität und Pronomen sollten respektiert werden. Persönliche oder medizinische Fragen, die für die Produktion nicht erforderlich sind, gehören nicht in ein professionelles Casting.
Androgyne Models erweitern die visuelle Vielfalt in Fashion, Beauty und Werbung. Ihre besondere Stärke liegt häufig in ihrer Wandelbarkeit und der Möglichkeit, traditionelle Geschlechterbilder kreativ neu zu interpretieren.
→ Mehr Informationen finden Sie hier: Models für Fashion- und Beauty-Kampagnen buchen.