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Dressman

Der Dressman ist das Pendant zum weiblichen Model – also eine Person, die sich zu Präsentationszwecken zeigt bzw. filmen oder fotografieren lässt.

Anders als bei seinen Berufskolleginnen erfolgt beim Dressman eine relativ strenge Unterscheidung zwischen den Arten der Präsentation. Genau genommen handelt es sich nur dann um einen Dressman, wenn der betreffende Herr Kleidung und die dazu passenden Accessoires vorführt. Stellt er sich für die Inszenierung anderer Konsumgüter oder für Kunstprojekte zur Verfügung , wird er als “male model” / männliches Model vermittelt. Diese Bezeichnung hat sich auch in der Modebranche mehr und mehr durchgesetzt, so dass der Begriff Dressman mittlerweile als veraltet gilt.

Der Grund dafür ist ebenso simpel wie einleuchtend: Das Wort Dressman ist nur scheinbar englischen Ursprungs. Er entstammt dem Bemühen, deutsche Herren-Models grenzüberschreitend bekannt zu machen. Im internationalen Sprachgebrauch wird das Wort Dressman jedoch weder verstanden noch verwendet. Korrekt übersetzt heißt es nichts weiter als “angezogener Mann” – und zeigt damit deutlich, warum es sich auf dem weltweiten Mode-Markt nur schwer durchsetzen konnte.

Manche Agenturen aber wählen die Bezeichnung Dressman ganz bewusst. Unter diesem Begriff vermitteln sie männliche Models, die ausschließlich klassische Herren-Mode präsentieren. Für gewöhnlich entspricht ein solcher Dressman in Aussehen, Stil und Auftreten dem stereotypen Bild des Gentleman. Meist ist er bereits etwas älter bzw. schon länger als male model tätig. Auch die Herren selbst bezeichnen sich lieber als Dressman, weil sie eine gewisse Abgrenzung zu ihren allseits präsenten Kollegen suchen – und Wert darauf legen, dass sie ausschließlich im Mode-Bereich arbeiten (möchten).

Zu den derzeit gefragtesten Vertretern ihres Berufszweiges gehören der seit den 1990er Jahren tätige Niederländer Mark Vanderloo, der deutsche Kfz-Mechaniker Lars Burmeister und der Lagerfeld-Zögling Baptiste Giabiconi.

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