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Influencer

Der Begriff der Influencer wird erst seit etwa zehn Jahren verwendet, ist also noch vergleichsweise jung im Gegensatz zu den meisten Begriffen der „traditionellen“ Werbung und PR. Früher wurden diejenigen, die in ihrer Zielgruppe oder Zuhörerschaft einflussreich waren Multiplikatoren oder Meinungsbildner genannt.

Dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen der traditionellen und neuen Form: Der traditionelle Multiplikator definierte sich meistens durch seine öffentliche Funktion und wurde von beinahe allen Alters- und soziodemographischen Gruppen respektiert.

Deshalb waren Journalisten, Moderatoren oder insbesondere auch Schauspieler sehr beliebte Personen, um glaubwürdig Produkte oder Dienstleistungen zu repräsentieren. Da sie sozusagen „Zeugnis“ ablegten, wurden sie auch als „Testimonials“ (aus dem Englischen) bezeichnet.

Influencer der heutigen Zeit entwickeln sich aber oftmals aus sich heraus und begeistern eine immer größer werdende Community durch eigene Kreativität und Aktionen. Sie sind sozusagen so etwas wie eine ->Grasswurzel-Bewegung (sh. dort) des Marketing.

Influencer nutzen das Zusammenwachsen von digitaler Fotografie und neuen Medien

Influencer erblickten erstmals sozusagen im Biotop der neuen sozialen Medien das Licht der Welt. Egal ob Facebook Account oder Youtube-Kanal: Beide Medien-Angebote ermöglichen ein vergleichsweise barrierefreies Erreichen einer wachsenden Zielgruppe.

Es sind weder aufwendige Studio-Produktionen, noch aufwendige Technik notwendig: Vielfach beginnen Influencer mit einer Ausrüstung bestehend aus einer digitalen Spiegelreflex-Kamera und „senden“ von zu Hause aus. Wobei das „Senden“ eben keine große Antennentechnik wie beim Fernsehen mehr benötigt, sondern die Video- und Audio-Dateien in der Cloud des Internets gespeichert werden können.

In vielen Bereichen des Bloggens ist es gerade der Charme der nicht vollständig durchdesignten Präsentation ein wesentlicher Faktor. Viele Influencer beginnen die Tätigkeit aus reinem Interesse an Mode und Lifestyle an und sehen diese Tätigkeit eher als ein Bestandteil der Selbstverwirklichung, denn als Erwerbsquelle an.

Erfolgreiche Influencer sind Multi-Talente

Es gibt noch keinen klassischen Ausbildungsweg, um Influencer werden zu können. Die Welt der sozialen Medien und Netzwerke bietet immer wieder neue Chancen – andere Präsentationsformen finden dagegen manchmal schnell und überraschend gar keine öffentliche Aufmerksamkeit mehr.

Dennoch lassen sich einige Grundvoraussetzungen nennen, die für den erfolgreichen Weg zum Influencer notwendig sind. Neben einem herausragenden Interesse für eine Produktkategorie, ein Hobby oder einen bestimmten Lifestyle ist ein bestimmtes Talent in der Außen- und Selbstdarstellung unabdingbar.

Darüber hinaus sollte die Bereitschaft bestehen langfristig an einem Thema dranzubleiben und sich dort einen Ruf zu erarbeiten. Neben der Aufnahme und dem Publizieren von Videos in sozialen Medien gehört dazu auch die Bereitschaft zur Interaktion mit den Fans, Followern oder Abonnenten.

Influencer auf Zeit oder auf Dauer?

Für viele Menschen ist die Tätigkeit als Influencer ein anfangs nur vergleichsweise kleiner Teil der beruflichen Tätigkeit: Ein Gastronom beginnt mit der Inszenierung seines Lokals oder einer besonderen Küche und das Interesse der Öffentlichkeit explodiert. Und plötzlich findet er sich bei den Medienschaffenden wieder, das Lokal wird Ausgangspunkt für Posts und Videos und vielleicht auch Printprodukte.

Ähnliches kann für Berufe gelten, die normalerweise nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. Plötzlich und unerwartet erwacht das Interesse – beispielsweise an einem Lebensmittel-Technologen – und schon eröffnen sich viele Tätigkeitsfelder als Influencer.

Viele Influencer verlassen dabei die Festanstellung oder Hauptberusftätigkeit anfangs nicht und sehen erst wie stabil das Interesse am Influencer bzw. seinem oder ihrem ganz besonderen Themenbereich ist.

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